Reisen,  Sri Lanka

Udawalawe Nationalpark

Safari im Udawalawe Nationalpark

Von mehreren Seiten wird uns der Udawalawe Nationalpark dringend empfohlen, weil dort neben Elefanten noch viele weitere Tierarten heimisch sein sollten. So wird sogar von Leoparden gesprochen, deren Sichtung jedoch nur wenigen Glücklichen vorbehalten sein dürfte.

Was man garantiert zu sehen bekommt, sind Elefanten. Der Sri-Lanka-Elefant (Elephas maximus maximus) ist in Sri Lanka beheimatet und eine von drei anerkannten Unterarten des Asiatischen Elefanten. Dieses riesige und anmutige Tier ist einer der Hauptgründe für einen Besuch im Udawalawe Nationalpark – hier leben mehr als 400 Elefanten!

Das Sumpfkrokodil (Crocodylus palustris), auch bekannt als Mugger- oder Sumpfkrokodil, ist eines der größten Raubtiere der Insel und kann in Udawalawe in freier Wildbahn beobachtet werden. Mit etwas Glück, das wir leider nicht haben, bewegt sich so ein Monster sogar. Ansonsten liegen die Viecher unbeweglich und unbeeindruckt von den Jeeps im Wasser oder an Land herum und chillen.

Udawalawe Nationalpark
Wasserbüffel mit Schildkröten

Der Wasserbüffel (Bubalus bubalis), auch Hauswasserbüffel oder asiatischer Wasserbüffel genannt. Wasserbüffel verbringen einen Großteil ihres Tages im schlammigen Wasser der tropischen und subtropischen Wälder Asiens. Ihre weit auseinanderstehenden Hufe verhindern, dass sie zu tief im Schlamm versinken. Wir können eine Herde im Wasser beobachten. Die stehen dort längere Zeit so ruhig herum, dass zwei Schildkröten es sich auf dem Rücken eines Tieres bequem gemacht haben.

 

 

Ein uns bis dato völlig unbekanntes Tier ist der Wechseladler (Nisaetus cirrhatus) oder Haubenadler. Das ist ein großer und herrlich anzusehender Raubvogel mit einem kräftigen Schnabel. Er hat ein braunes Oberteil und ein helles Unterteil, mit Streifen auf der Unterseite der Flugfedern und des Schwanzes.

Bienenfresser (Merops) sind kleine, farbenfrohe, gesellige und auffällige Vögel. Wenn es darum geht, sich ihre Mahlzeit zu sichern, sind sie schnell und wild wie eine Rakete. Leider gelingt es mir daher fast nicht, einen dieser Piepmätze auf ein Bild zu bannen. Dafür sind noch ein paar andere wundervolle Vögel ins Bild geflogen.

An vielen Punkten unserer Safari sehen wir den Indischen Pfau (Pavo cristatus), auch bekannt als Gewöhnlicher Pfau und Blauer Pfau, eine Pfauenart, die auf dem indischen Subkontinent heimisch ist. Doch die gesichteten Männchen sind leider zu faul, um für uns auch einmal ein schönes Rad zu schlagen!

Den Sri Lanken Leopard bekommen wir hingegen ebenso wenig zu Gesicht, wie die Dschungelkatze, beides naturgemäß sehr scheue Tiere. Affen hingegen sind in großen Herden zu beobachten: Der Toque-Makake (Macaca sinica) ist ein rotbrauner Altweltaffe, der in Sri Lanka endemisch ist, wo er als Rilewa oder Rilawa bekannt ist. Er ist auf der Insel weit verbreitet und kann in Städten, Dörfern und beliebten Touristenorten beobachtet werden. Auch im Udawalawe Nationalpark sehen wir ihn in freier Wildbahn.

Der Sri-Lanka-Schakal (Canis aureus naria), auch bekannt als Südindischer Schakal, ist eine Unterart des Goldschakals, der in Südindien und Sri Lanka heimisch ist. Wir beobachten gerade eine Gruppe von Elefantendamen mit einem Baby, als zwei Schakale ziemlich scheu und aufgeregt an unserem Jeep vorbeispringen und wieder im Dschungel verschwinden.

Auf einem sehr hochgewachsenen, aber vollkommen dürren Baum lässt sich vor unseren Augen ein Paar Seeadler nieder, als bekämen sie Gage für pünktliches Erscheinen! Dieses Pärchen sind Weißbauch-Seeadler (Haliaeetus leucogaster), auch bekannt als Weißbrust-Seeadler. Es gibt viele Adlerarten, aber der Weißbauch-Seeadler hat einen weißen Kopf, einen weißen Bürzel und eine weiße Unterseite sowie einen dunklen oder schiefergrauen Rücken und dunkle Flügel. Im Flug sind die schwarzen Flugfedern an den Flügeln gut zu sehen, wenn man den Vogel von unten betrachtet. Ein gewaltiges Tier.

Klar würde es zu weit führen wirklich alle Tiere aufzuzählen, die wir hier zu sehen bekommen, oder aber sich erst gar nicht sehen lassen. Aber am Ende erweist sich die Tour, die unser exzellenter Guide Dilan organisiert hat, als außergewöhnlich interessant, vor allem deshalb, weil sich der Fahrer des Jeeps als äußerst vorsichtig und entspannt erweist und mit einem großen Wissen um die Tiere selbst und deren Rastplätze glänzt.

Manchmal kommt man sich dabei richtig blind vor, wenn er plötzlich wieder anhält und auf ein Tier deutet, das man doch eigentlich selbst auch hätte sehen müssen! Außerdem braucht man schon ein geübtes Auge, speziell wenn du denkst, dass da ein paar Blätter oder Grasbüschel auf dem Wasser schwimmen und er dich dann aber aufklärt, dass es sich dabei in Wahrheit um die Augen oder Nasenlöcher von einem Krokodil handelt!

Der Udawalawe Nationalpark wurde übrigens gegründet, um Wildtieren, die durch den Bau des Udawalawe-Stausees am Walawe-Fluss vertrieben wurden, einen Zufluchtsort zu bieten und das Einzugsgebiet des Stausees zu schützen. Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 30.821 Hektar (119,00 Quadratmeilen) und wurde am 30. Juni 1972 gegründet. Es wird von der Abteilung für Wildtierschutz verwaltet.

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