Hilton Yala Resort
Hilton Yala Resort – ein schon länger gehegter Traum
Wie sehr haben wir uns auf das Hilton Yala Resort gefreut! Dieses Hotel wurde erst vor kurzem eröffnet und die Bilder, die wir auf der Webseite sahen, haben uns so sehr beeindruckt, dass wir beschlossen haben, unbedingt hierher zu reisen, sobald wir die Möglichkeit dazu haben. Und was soll ich sagen? Unsere ziemlich hoch angesetzten Erwartungen haben sich in jeder Hinsicht mehr als erfüllt.
Wenn man die asphaltierte Straße verlässt, erwartet den Besucher zunächst einmal eine längere, von Schlaglöchern übersäte Piste, die schon mitten durch den Nationalpark führt. Schon bei der Abzweigung von der Hauptstraße auf diese Piste steht ein Schild, auf dem vermerkt wird, wie viele wilde, im Nationalpark vorkommende Tiere, auf dieser Straße zuletzt gesichtet wurden. Dabei sind unter anderem Elefanten, Leoparden, Rehe und Bären – ja: Bären! – gesichtet wurden. Aussteigen und allein zum Hotel spazieren scheint also nicht angeraten!
Und endlich erscheint das Schild: Hilton Yala Resort und wir erreichen eine hohe Mauer aus grauem Granit. In einem großen Torbogen erwarten uns zwei Mitarbeiter, die uns herzlich begrüßen und uns in die Lobby begleiten. Auch hier sind die Wände aus dem gleichen Stein gebaut, was mich an den Eingang zu einer Burganlage erinnert.
Als dann jedoch die Tür zum Empfangsbereich aufgeht, wechselt die Anmutung von eher abweisend zu wunderbar einladend: Es herrschen warme Farben vor, der Bereich ist sehr großzügig, was nicht zuletzt durch die enorme Höhe des Raums hervorgerufen wird. Bequeme Polstermöbel laden zum Verweilen ein und gegenüber des Eingangs ist eine große Bar platziert. durch die raumhohen Fenster eröffnet sich ein weiter Blick über die Anlage bis zum Indischen Ozean.

Was diesen ersten Blick so beeindruckend macht, ist die Tatsache, dass von den 28 einzelnen Gebäuden des Komplexes allenfalls ein paar flache Dächer sichtbar sind. Links und rechts des amorph geformten Poolbereiches fällt eigentlich nur dichte, baumhohe Vegetation ins Auge, so dass man Gefühl hat, mitten in der Natur zu stehen.
Dieses Gefühl wird nun noch verstärkt, als sich ein zum Hotel gehörender Ranger zu uns an den Tisch setzt und uns erklärt, dass wir doch einige Regeln beachten sollten, die unserer eigenen Sicherheit dienen. Dazu gehört zum Beispiel, dass man keinesfalls das Hotelgelände ohne Begleitung durch einen Ranger verlassen soll. Möchte man denn zum Beispiel an den Strand gehen, oder eine Wanderung durch die Dünen unternehmen, meldet man sich rechtzeitig für diese Aktivität an, wird dann von seinem Haus abgeholt und professionell begleitet.
Nachts ist ein Alleingang ebenfalls eher nicht angeraten, weil die Zugänge vom Park in den Hotelbereich offen sind. Wir sehen um Beispiel praktisch von unserem Balkon aus ein Krokodil höchst lebendig am Bio Pond, einem angelegten Naturteich. Auch steht schon mal ein Elefant mitten in der Anlage und die Horde Affen ist praktisch immer irgendwo zugange. Deshalb gibt einen permanent zur Verfügung stehenden Service mit Golf-Carts, um an jeden Ort der Hotelanlage gebracht zu werden.
Auf diese Art werden wir sodann zu unserem Zimmer im Obergeschoss von Haus Nummer sieben gebracht, betreten unser Refugium und sind erst einmal überwältigt von der schieren Größe des Raumes. Allein das Badezimmer ist schon größer als ein komplettes, normales Hotelzimmer und ausgestattet mit den feinsten Details: einer frei stehenden Badewanne, einem Washlet – das ist eine Toilette mit beheiztem Sitz und einer ausgeklügelten Wasch- und Trocknungsfunktion, einer riesigen bodengleichen Dusche, einem Doppelwaschtisch, einem eigenen Schminktisch und vielen weiteren Gadgets, die das Leben einfach extrem angenehm machen.
Im Bereich zwischen Badezimmer und dem Raum mit Bett und Sitzgruppe finden wir großzügige Schränke und gegenüber zwei Plätze für Koffer und dazwischen eine Bar mit Kühlschrank, mehreren Schubladen für Gläser und Geschirr. Obenauf gibt es eine hochmoderne Kapselmaschine für Kaffee, sowie ausreichend frisches Wasser in Flaschen. Die Bar ist ansonsten gut bestück, inklusive Weiß- und Rotwein und Spirituosen in jeweils großen Flaschen.
Das riesige Bett und die Sitzgruppe mit zwei Sesseln und einem Sofa sind ausgezeichnet und die übrige Einrichtung des Zimmers ist einfach nur wunderbar. Auch hier geht der Blick nach draußen durch raumhohe Fenster, deren Vorhänge sich komplett per Schalter öffnen und schließen lassen.
Außerdem verfügen die Zimmer im Obergeschoß auf dem Balkon über einen Whirlpool, den wir auch jeden Abend vor dem Schlafengehen intensiv nützen, um uns anschließend auf der gemütlichen Sitzgruppe das Nachtkonzert der verschiedenen Tiere anzuhören.
Übrigens ist dieses Hilton Yala Resort das einzige weltweit, welches sich inmitten eines Nationalparks befindet. Entsprechend sind auch die Außenanlagen konzipiert. Alle Laufwege befinden sich auf Stegen aus Holz, und man bewegt sich gefühlt mitten durch den Dschungel.
Und auch der extrem große Pool fügt sich organisch in die Landschaft, so dass er mehr wirkt wie ein See als ein künstliches Gewässer. Jedoch ist er im Gegensatz zum Naturbad blitzsauber; die Bademeister kümmern sich hingebungsvoll um Mensch und Natur.
Die zum Pool gehörenden Umkleide- und Sanitärbereiche sind jeweils für beide Geschlechter ausgestattet mit einem Dampfbad und einer Sauna. Auch findet man dort voll ausgestattete Duschen und perfekt gepflegte Waschtische mit frischen Handtüchern vor. Und man höre und staune: Es gibt sogar jeweils eine Kühlbox mit frischem Wasser auf Eis!
Den das Hilton Yala Resort umgebenden Bereich und damit auch den Strand, darf man nur in Begleitung eines Rangers besuchen, wie oben schon erwähnt. Trotzdem lohnt sich der Besuch in jedem Fall. Der Rancher weiß auf fast jede Frage eine kompetente Antwort und freut sich offensichtlich über unser Interesse.
Fast hätte ich vergessen, das Catering im Hilton Yala Resort zu erwähnen: um es mit einem Wort zu sagen: hervorragend! Angefangen beim Frühstück – meine Empfehlung: (S)Eggs on the Beach – bis zum Abendessen sind wir nie enttäuscht, sondern vielmehr positiv überrascht worden. Probieren Sie zum Essen den Sauvignon Blanc aus Marlborough, Neuseeland – sensationell!
Was das Erlebnis im Hilton Yala Resort wirklich komplett macht und es von vielen anderen hochklassigen Destinationen unterscheidet, ist die von Herzen kommende Liebenswürdigkeit aller Mitarbeiter. Wenn ich hier nur einige dieser durchwegs positiven Menschen herausgreifen sollte, die ohne Einschränkung für alle anderen stehen, dann fallen mir spontan ein:
Dlasha (oder Dilasha?), die uns einen unfassbar herzlichen -Empfang bereitete und uns während des gesamten Aufenthalts immer hilfreich zur Seite stand.
Oder Asela, einer der freundlichen Fahrer, der uns selbst auf der kurzen Strecke vom Restaurant zum Zimmer immer zum Lachen bringen konnte, uns nachts noch mit seiner Taschenlampe die Treppe beleuchtete und stets wartete, bis wir wirklich im Zimmer waren.
Kasun, der unser Zimmer blitzsauber hielt, uns mehrfach mit Tieren aus Handtüchern und frischen Blumen überrascht hat.
In der Gastronomie werden wir von so vielen zuvorkommenden Menschen betreut, dass mir nur noch die Namen von Isuru oder Divyanjali einfallen, denen wir unvergessene Stunden im Restaurant verdanken. Außerdem ist hier mit einem dicken Ausrufezeichen Sunil zu nennen: Mit seiner phänomenalen Menschenkenntnis erfühlt er Befindlichkeiten und versucht mit Engelsgeduld und Hingabe miese Stimmung wieder in Lebensfreude zu wandeln. Danke Sunil!
Und was wären all diese unfassbar lieben Menschen ohne eine Mutter, die alles mit strengen Blicken überwacht und leitet? Hier kommt die Chefin Gitanjali ins Spiel, die von etlichen Mitarbeitern wirklich als Mutter bezeichnet wird. Ihre Handschrift wird in den kleinsten Details sichtbar und macht das Hilton Yala Resort zum dem, was es ist und sein will: ein Hotel von erlesenem Luxus, in dem man sich dennoch uneingeschränkt wohlfühlen kann.
Wenn Du es irgendwie ermöglichen kannst, dieses Hilton Yala Resort zu besuchen, dann solltest Du das tun, Du wirst sicher nicht enttäuscht werden!



























































