Sri Lanka Süd
Reisen,  Sri Lanka

Fahrt durch Sri Lanka Süd

Eine Fahrt durch Sri Lanka Süd

Ein lieber Freund von uns hat erst vor zwei Wochen eine Fahrt durch Sri Lanka Süd mit dem Tuktuk unternommen. Nachdem seine Frau nicht so ganz glücklich ob dieses Abenteuers war, beschließen wir, uns für die Strecke einen Fahrer zu nehmen. Auf eine Empfehlung hin buchen wir bei Travel Dreams of Sri Lanka unseren Fahrer Dilan, der uns recht pünktlich und mit einem sauberen Auto vom Hotel abholt.

Und dann bestätigt sich auf der Fahrt durch Sri Lanka Süd praktisch alles, was uns vorher prophezeit wurde: auf den Landstraßen und in den Orten stellen Verkehrsregeln höchstens eine Empfehlung dar. Gefahren wird aber vielmehr nach dem Recht des Stärkeren; wenigstens sieht es auf den ersten Kilometern so aus.

Je weiter die Fahrt geht, desto mehr wird aber klar, dass praktisch jeder damit rechnet, dass der vor, neben oder hinter ihm genauso, anscheinend rücksichtslos, konsequent jeden Zentimeter nutzt, der zwischen den Fahrzeugen Platz ist. Die wildesten Hell Driver sind dabei die Bus- und manche Lastwagenfahrer. Busse kommen dir meistens in der Mitte der Straße entgegen, weil sie gerade vorhaben, ein normal schnell fahrendes Auto, Tuktuk oder Moped zu überholen.

Und das wirklich Erstaunliche an der ganzen Sache ist, dass wir selbst nach einer Woche Fahrt durch Sri Lanka Süd keinen einzigen Unfall gesehen haben. Manchmal liegen Hunde mitten auf der Straße und halten es nicht für nötig, für ein nahendes Auto Platz zu machen. Also wird gebremst und um das Vieh herumgefahren.

Dann wieder taucht plötzlich eine Kuh oder gleich eine ganze Herde auf, für die natürlich ebenfalls gebremst wird. Zumindest reagieren diese Tiere auf die Hupe und trollen sich, wenn auch sehr relaxed, an den Straßenrand.

Allenthalben sehen wir mehr oder weniger stabil gebaute Verkaufsstände entlang der Landstraße, wo die Bauern ihre Produkte feilbieten oder auch Dinge des täglichen Bedarfs verkauft werden. Und so kommen wir auf dem Weg durch Sri Lanka Süd unter anderem durch Galle.

Galle ist eine historische Stadt an der Südküste Sri Lankas, berühmt für das Galle Fort, eine gut erhaltene europäische Festung aus der niederländischen Kolonialzeit, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und eine Mischung aus Kolonialarchitektur, charmanten Gassen, Boutiquen, Cafés und kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet, was sie zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen der Insel macht. Wikipedia weiß wie immer mehr zum Thema Galle.

Weiter geht es ins Herz von Sri Lanka Süd, der Gegend um Udawalawe, einer laut Dilan relativ trockenen Gegend. Dort übernachten wir im „Elephant Rest Udawalawa“, einem netten, kleinen Gasthaus, wo wir am Abend ein vorzügliches Essen serviert bekommen.

Von hier aus sind es nur ein paar Kilometer zum Udawalawe Elephant Transit Home. Das ist eine Wildtierschutzeinrichtung im Udawalawe-Nationalpark in Sri Lanka, die 1995 vom Sri Lanka Department of Wildlife Conservation in Sri Lanka gegründet wurde. Notwendig wurde diese Maßnahme unter anderem, weil mitten im Gebiet der Elefanten ein riesiger Speichersee gebaut und damit angestammter Lebensraum der Tiere nicht mehr bewohnbar wurde.

In Sri Lanka werden pro Woche bis zu drei Elefanten aufgrund von Konflikten mit Menschen getötet, wodurch oft verwaiste Kälber zurückbleiben. Diese Elefantenkinder werden in einem Teil des Udawalawe-Nationalparks gehalten, damit sie mit ihrem Lebensraum vertraut bleiben. In der Anlage bekommen die Kleinen jeweils eine Ration Milch verabreicht und können sich danach noch an Mais und bereitgehaltenem Grünzeug sattfressen. Die Anlage finanziert sich weitgehend über die Eintrittsgelder der Besucher, die zahlreich der Fütterung dieser Elefantenkinder beiwohnen. Nach der Fütterung trotten die Kleinen dann wieder zurück in den Nationalpark.

 

Eine weitere lobenswerte Einrichtung sehen wir uns in Habaraduwa an, nämlich eine Sea Turtle Hatchery. Dort werden Schildkröteneier, die am Strand gerettet wurden, wieder in die Erde gesetzt, bis die winzigen Schildkröten schlüpfen. Anschließend werden diese in verschiedenen Wasserbecken so lange aufgepäppelt, bis man sie guten Gewissens wieder ins Meer entlassen kann. Außerdem kümmert man sich dort auch um kranke Tiere.

Und nochmal gilt unser Dank unserem äußerst vorsichtigen und gewissenhaften Fahrer. Er konnte alle unsere Fragen beantworten und zeigte uns Dinge, die wir allein sicherlich nicht gesehen hätten.
Wenn Sie also jemals eine Reise nach Sri Lanka unternehmen wollen, dann vertrauen Sie sich ruhig Dilan von Travel Dreams of Sri Lanka an!

Leave a Reply